Fünf freie Tage und eine Woche Trainingszeit liegen hinter den ASV Volleys und nun geht es in den Januar der Wahrheit: zum Start im neuen Jahr steht das Duell bei den Baden Volleys SSC Karlsruhe auf dem Programm (Samstag, 20 Uhr).
Insgesamt fünf Spiele hält der Spielplan bis Ende des Monats bereit und in allen haben die Dachauer durchaus realistische Chancen auf Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Direkt am Mittwoch geht es mit dem "After-Work-Spieltag" gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg weiter, es folgen die Duelle in Halle/Saale bei den cerebricks Volleys Goats Mitteldeutschland, das Derby gegen den TSV Haching München und das Gastspiel bei den Energiequelle Netzhoppers in Königs Wusterhausen.
"Jetzt müssen wir anfangen zu punkten", gibt Trainer Patrick Steuerwald entsprechend die Marschroute vor. Denn über den Jahreswechsel ist sein Team auf den Abstiegsplatz zurückgefallen, der erstmals seit dem Aufstieg auch den sportlichen Abstieg bedeuten würde. Aufsteiger SV Warnemünde hat mit drei Siegen aus seinen letzten vier Spielen nach Punkten aufgeschlossen und die Dachauer aufgrund der größeren Anzahl an Siegen überholt. "Das wollen wir in den nächsten Wochen natürlich wieder gerade biegen und auch zu den anderen Teams aufschließen", so Steuerwald.
Derzeit zeichnet sich ein Vierkampf um den Klassenerhalt zwischen Dachau, Warnemünde, Mitteldeutschland und Haching München an. In welche Richtung es zunächst für die Baden Volleys aus Karlsruhe gehen wird, wird sich am Samstag zeigen: aktuell halten die Badener noch Anschluss Richtung Playoff-Plätze, dürfen sich als Tabellenzehnter aber auch keinen Ausrutscher mehr erlauben - eine Niederlage gegen Dachau wäre wohl ein solcher, weswegen die Favoritenrolle nicht nur aufgrund des 3:1-Erfolgs im Hinspiel bei den Gastgebern liegt.
"Karlsruhe ist zu Hause meist noch einmal stärker, nicht nur weil Alexander Benz dann immer im Kader steht", erwartet Steuerwald einen vor allem im Außenangriff noch variableren Kontrahenten. Zentraler Angreifer ist jedoch der Kanadier John Obi, den die Dachauer unter Kontrolle halten müssen, wenn sie etwas Zählbares aus der Lina-Radke-Halle mitnehmen wollen. "Karlsruhe kann sehr guten Volleyball spielen, hat nicht umsonst Düren geschlagen oder in Herrsching gewonnen", warnt Steuerwald sein Team.
Immerhin wird er voraussichtlich auf seinen vollen Kader zurückgreifen können. Nach dem Duell in Freiburg gab es fünf freie Tage am Stück, um alle Blessuren und Verletzungen auszukurieren. "Ich glaube die Pause war mehr wert, um die Energie aufzuladen, als um jeden Preis im Rhythmus zu bleiben", hofft Steuerwald auf einen positiven Effekt für seine Mannschaft. Mit neuer Energie soll dann die Serie von zuletzt vier Niederlagen in Folge gegen Karlsruhe unterbrochen werden. "Wir sind bereit und wollen im neuen Jahr nochmal voll angreifen", unterstreicht Steuerwald die Motivation im Team.
Foto: Im neuen Jahr sofort gefordert: Will Kuhns und die ASV Volleys. (Fotograf: Elisabeth Kloth)