22. Januar 2026

Mit Lust und Laune ins Derby

Nach erstmals zwei Siegen in Folge haben die ASV Volleys nun richtig Lust und Laune auf das anstehende Derby: am Samstag um 19.30 Uhr gastiert der TSV Haching München in der Georg-Scherer-Halle.

Seit der Rückkehr der Dachauer in die Beletage des deutschen Volleyballs hat sich dieses Aufeinandertreffen fast schon zu einem Familienduell entwickelt. Nicht, weil es auf dem Feld besonders freundschaftlich zugehen würde. Doch auf beiden Seiten finden sich immer wieder Akteure, die auch schon das Trikot des Gegners getragen haben. Mit Iven Ferch, Patrick Rupprecht und Oliver Wachtel stehen auf Hachinger Seite gleich drei Spieler im aktuellen Kader, die noch in der Vorsaison für den ASV aufliefen. 

Und natürlich ist auch für Dachaus Trainer Patrick Steuerwald dieses Spiel immer wieder ein besonderes Aufeinandertreffen. Sowohl als Spieler als auch als Trainer war für den Club aus dem Münchner Süden aktiv. Doch nun steht er für die ASV Volleys an der Linie und möchte gegen seinen Ex-Club einen weiteren Erfolg feiern - wie beim umkämpften 3:0-Sieg im Hinspiel. "Ich hab Bock, die Jungs haben Bock, das kann ein richtig guter Volleyball-Abend werden", blickt Steuerwald entsprechend mit Vorfreude voraus.

Zumal die Laune in seinem Team derzeit gut ist. Nach zwei 3:0-Siegen gegen Ludwigsburg und bei den Volley Goats Mitteldeutschland hat die Mannschaft in der zurückliegenden Trainingswoche zumindest einmal kurz durchatmen können. Vom Abstiegsplatz aus ging es zwei Plätze nach oben und der Vorsprung auf eben jenen Tabellenplatz ist auf fünf Punkte gewachsen. Vor Dachau steht mit nochmal drei Punkten mehr: genau, der TSV Haching München.

Zwar würde selbst ein Drei-Punkte-Sieg nicht reichen, um den Lokalrivalen zu überholen, da Haching dann immer noch einen Sieg mehr hätte. Trotzdem will Steuerwald mit seinem Team aufschließen: "So sehr wir uns über die sechs Punkte gefreut haben, müssen wir weiterhin auf jeden Punkt schauen und uns jeden Punkt erkämpfen", mahnt er sein Team auf dem Boden zu bleiben. "Aber die Jungs trainieren gut und sind sich bewusst, dass die Saison immer noch lange ist."

Zumal die Kontrahenten im Abstiegskampf auch alles versuchen den sportlichen Gang in die 2. Bundesliga zu vermeiden. Die Volley Goats Mitteldeutschland - derzeit auf dem Abstiegsplatz - haben sich unter der Woche von Trainer Cristian Imhoff getrennt und hoffen auf neue Impulse durch Interimscoach und Geschäftsführer Lukas Thielemann. Und dabei ist die kommende Aufgabe in Karlsruhe sicher schwer, aber eben auch nicht unlösbar. Es könnte also auch schnell wieder eng werden.

Für das eigene Spiel hofft Steuerwald, dass sein Team wieder hohen Aufschlagdruck erzeugen kann. "Wir müssen Haching in der Annahme beschäftigen, damit sie nicht ihr schnelles Spiel aufziehen können", beschreibt er die Stärke der Mannschaft von Trainer Mircea Dudas. Mit diesem Mittel holte Haching zu Beginn des Jahres vier überraschende Punkte gegen Giesen (3:1) und in Lüneburg (2:3), ehe eine enttäuschende 0:3-Niederlage gegen Freiburg folgte. 

Ein entscheidender Faktor dabei: Diagonalangreifer Marko Milovanovic. Wie in Lüneburg mit 30 Punkten und einer Angriffsquote von 68% trägt er sein Team immer wieder zu starken Spielen. Andererseits hatte er auch schon schwache Spiele erwischt, in denen ihm nur wenig gelang. "Aber darauf werden wir uns nicht verlassen, sondern wieder unser Spiel aufs Feld bringen. Wir wollen zeigen, dass wir das Niveau der letzten Spiele halten können und dann wird es sicher ein spannendes Match, in dem alles möglich ist", so Steuerwald.

Für das passende Rahmenprogramm ist auf jeden Fall gesorgt. Denn der Volleyballtag startet in der Georg-Scherer-Halle schon um 13 Uhr mit dem Spiel der Damen 1, die als Tabellenführer der Regionalliga Südost den direkten Verfolger TV Planegg-Krailling II empfangen. Und um 16 Uhr haben die Herren 2 in der 3. Liga Ost den Spitzenreiter Donau Volleys Regensburg zu Gast. Musikalisch wird das Derby dann auch noch perfekt von daHelli umrahmt, der rund um das Bundesliga-Spiel mit Livemusik des Austropops für die richtige Stimmung sorgt.

Foto: Trainer Patrick Steuerwald zeigt die Richtung, es soll weiter aufwärts gehen für die ASV Volleys. (Fotograf: Bruno Haelke)

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