Die Volleyball-Bundesliga biegt ins letzte Drittel der Hauptrunde ein. Mit dabei: die ASV Volleys, die am Freitag um 19 Uhr in Königs Wusterhausen nach Bonuspunkten greifen wollen.
Bonuspunkte, weil nicht nur Dachaus Trainer Patrick Steuerwald die Gastgeber aus Brandenburg als Favorit einschätzt. "Königs Wusterhausen steckt mitten im Kampf um die Playoffs, hat einen starken Kader und darf sich eigentlich gegen uns keinen Ausrutscher leisten", so seine Zusammenfassung. Derzeit belegen die Netzhoppers Rang neun, haben bei einem Punkt Rückstand auf den Achten Herrsching aber noch zwei Spiele mehr auszutragen.
Zuletzt unterlag Königs Wusterhausen drei Mal im Tiebreak. Kann man die Niederlagen in Giesen und gegen Lüneburg noch als Erfolg verbuchen, tat die Niederlage vor Wochenfrist in Freiburg doch weh. Entsprechend motiviert werden die Gastgeber sein, mit dem ersten Sieg seit dem 10. Januar (3:1 gegen Warnemünde) wieder in die Erfolgsspur zu finden.
Steuerwald erwartet dabei in Aufschlag und Annahme die entscheidenden Elemente für das Spiel. "Die Netzhoppers bringen viel Druck im Aufschlag mit und haben bei guter Annahme ein sehr schnelles und variables Spiel. Da müssen wir dagegen halten und auch unsere Qualitäten voll aufs Feld bringen." Dass gerade der Aufschlag an guten Tagen dazu zählt hat das Team mit zuletzt 17 Assen in vier Sätzen gegen Haching München bewiesen.
Allen voran Levi Olson (6) und Marius Büchi (5) machten ordentlich Druck und waren auch im Angriff mit zweistelligen Werten erfolgreich. "Wir werden eine ähnliche Leistung brauchen, um etwas Zählbares mitnehmen zu können. Aber genau dafür steigen wir am Donnerstag in den Bus", so ein motivierter Steuerwald. In jeden Fall soll es ein engeres Spiel werden als beim sehr deutlichen und schmerzhaften 0:3 im Hinspiel Mitte November.
Mut macht ihm dabei auch die aktuelle Trainingsleistung seines Teams. Das Niveau und die Energie seien gut, die Brust nach zuletzt drei Siegen in Serie gelöster. Und dass die Mannschaft an guten Tagen auch Bonuspunkte einsammeln kann, hat sie zu Beginn ihrer aktuellen Serie gezeigt: das 3:0 gegen Ludwigsburg hatten wohl die wenigsten erwartet - und vielleicht liegt genau darin auch am Freitag eine Chance.
Foto: Auch auf die Qualitäten in seinem Aufschlag kommt es an: Marius Büchi. (Fotograf: Birgit Herzum)