Ohne erhoffte Bonuspunkte sind die ASV Volleys aus Königs Wusterhausen zurückgekehrt: bei der Aufschlagshow von Theo Timmermann unterlag Dachau mit 1:3 (20:25, 12:25, 25:23, 19:25).
ASV-Trainer Patrick Steuerwald hatte schon im Vorfeld das Element Aufschlag-Annahme als spielentscheidend ausgemacht und er sollte am Ende Recht behalten. Beide Mannschaften machten im Service hohen Druck, setzten die gegnerische Annahme unter Druck und wollten dann über ihren Block zu Breakpunkten kommen. Besser gelang das am Freitagabend den Gastgebern, die in eben jener Blockstatistik mit 12:2 klar die Nase vorne hatten.
Zudem hatten sie den an diesem Abend überragenden Spieler in ihren Reihen: Theo Timmermann. Er allein sorgte für acht Asse, dominierte vor allem den zweiten Durchgang mit einer unglaublichen Serie von elf Punkten in Folge. In dieser Phase fand Dachaus Annahmeriegel kein Mittel gegen das Urgestein der Netzhoppers und musste den Satz entsprechend deutlich abschenken.
Damit war früh klar, dass die Dachauer Drei-Punkte-Serie in Königs Wusterhausen ein Ende finden würde, denn schon den ersten Satz sicherten sich die Hausherren. Hier ging es aber deutlich knapper zur Sache, lange lagen beide Teams gleich auf. Eine erste Serie von Königs Wusterhausen (13:16) konterte Dachau frühzeitig (17:18) und war zur Crunchtime scheinbar wieder im Spiel. Doch dann zogen die Netzhoppers abermals und diesmal endgültig davon.
"Mit Ausnahme des zweiten Satzes haben wir ein ordentliches Spiel gemacht. Wir haben uns wieder viele Chancen erspielt, diese aber heute nicht so konsequent genutzt wie in den anderen Spielen", machte Steuerwald auch im Spiel seines Teams einen Faktor für die in seinen Augen "verdiente Niederlage" aus. In der Tat waren seine Männer auch in der Statistik näher dran, als es das Ergebnis vermuten lässt. Trotz der Timmermann-Show standen am Ende nur zwei Asse weniger, die Annahmewerte waren fast identisch, auch die Angriffsfehler.
Und so verwunderte es eben nicht, dass es trotz des verkorksten zweiten Satzes diesmal kein deutliches 0:3 wie im Hinspiel gab, sondern Dachau sich nochmal zurückkämpfte. Steuerwald schien in der Zehn-Minuten-Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, sein Team kam konzentriert zurück aufs Feld und zwang Königs Wusterhausen im dritten Satz zu mehr Fehlern in deren Spiel (13 von insgesamt 24). Der verdiente Lohn war der Satzgewinn und die leise Hoffnung auf das Comeback.
Das hielt sich zu Beginn des vierten Abschnitts auch noch, als der ASV einen frühen Rückstand ebenso früh ausglich (7:7). Doch Mitte des Satzes setzten sich die Gastgeber erneut ab (14:10) und sollten diesen Vorsprung diesmal sicher ins Ziel bringen. Auch als die ASV Volleys nochmal auf 20:18 herangekommen waren, brachte es die Netzhoppers nicht mehr aus der Ruhe. Sie zogen nach ihrer Auszeit entscheidend davon und durften nach exakt 100 Minuten über den Heimsieg jubeln.
Foto: Gegen Theo Timmermann hatte Dachaus Block und Annahme nur selten erfolgreiche Mittel gefunden. (Fotograf: Anika Kreschel)