2. Februar 2026

Heimspiel-Highlight am Mittwochabend

Es ist jede Saison eines der Top-Highlights im Heimspiel-Kalender der ASV Volleys: die Berlin Recycling Volleys geben am Mittwochabend ab 19 Uhr ihre Visitenkarte in der Georg-Scherer-Halle ab.

Über die Favoritenrolle muss in diesem Spiel nicht diskutiert werden, der amtierende Deutsche Meister und Pokalsieger aus der Hauptstadt ist weiterhin das deutsche Top-Team und Aushängeschild. Selbst wenn die Berliner wegen eines schwachen Saisonstarts derzeit "nur" auf Platz zwei stehen und noch nicht an der SVG Lüneburg vorbeigefunden haben. Und auch das Pokalfinale durch eine Halbfinal-Niederlage gegen den VfB Friedrichshafen verpasst haben.

"Gerade das macht die Herausforderung für uns noch einmal größer", ist sich Dachaus Trainer Patrick Steuerwald sicher, dass der Titelverteidiger auch in Dachau "wenig bis gar nicht rotieren wird. Sie dürfen sich keinen Ausrutscher mehr erlauben." Auch oder vor allem weil seit einigen Wochen ein neuer Coach an der Seitenlinie steht und mit Alexandre Leal der vorherige Co-Trainer vom entlassenen Chef Joel Banks übernommen hat. An dessen Seite weiterhin: Patrick Steuerwalds Bruder Markus.

Doch auch für ihn wird es zumindest der vorerst letzte Auftritt als Berliner Verantwortlicher in Dachau sein, denn er hat für die kommende Saison bereits bei den Helios Grizzlys Giesen als Cheftrainer unterzeichnet. "Für Markus ist das der richtige Schritt und ich freue mich für ihn", so Patrick Steuerwald, der sich auch "auf einen Kaffee am Nachmittag" mit seinem Bruder freut. "Ansonsten löst das Aufeinandertreffen aber keine besonderen Emotionen mehr aus", so der Dachauer Steuerwald mit einem Schmunzeln.

Für seine Mannschaft gilt es wie immer in den Spielen gegen die Top-Teams volle Leistung und Bereitschaft zu zeigen und zu lernen. "Gerade in diesen Spielen bekommst du den Eindruck vom nächsthöheren Level und kannst dich daran hochziehen", weiß Steuerwald. Mit Ausnahme von Patrick Pfeffer und den Langzeitverletzten wird er wahrscheinlich alle Spieler an Bord haben. "Dann schauen wir, wie gut wir dagegen halten können und ob vielleicht eine Überraschung möglich ist."

Auch wenn im ASV-Lager keiner mit einer Wiederholung der 3:2-Sensation aus Februar 2024 rechnet, schielt man trotz des schwierigen kommenden Programms doch auf die ein oder andere Überraschung. Nach Berlin warten mit Friedrichshafen und Düren zwei weitere Teams aus den Top Four, ehe mit dem Doppelspieltag bei VCO Berlin und SV Warnemünde ein vorentscheidendes Wochenende auf dem Plan steht. 

Dass Überraschungen möglich sind, hat das Team schon mehrfach in der Saison gezeigt, nicht zuletzt beim Auswärtsspiel in Düren (2:3-Niederlage). Und gut tun würden die Punkte allemal, denn die Konkurrenz im Abstiegskampf gibt nicht klein bei: Warnemünde und Mitteldeutschland haben am Wochenende den Abstand auf fünf Punkte verkürzt, Haching München tauscht direkt den Trainer und reist am kommenden Wochenende mit niemanden Geringerem als Stelian Moculescu an der Seitenlinie zum Kellerduell nach Halle (Saale). 

"Wir wissen, dass nach wie vor jeder Punkt zählt, auch wenn wir den sicher nicht in den kommenden Spielen holen müssen. Aber wenn uns eine Überraschung gelingt, nehmen wir die sicher mit", bleibt Steuerwald trotz des krassen Außenseiter-Daseins für Mittwoch optimistisch. Vielleicht entsteht mit lautstarken Fans im Rücken ja der richtige Spirit wie einst beim Event-Spieltag in Unterschleißheim. Für den passenden Rahmen sorgt in jedem Fall Dachaus Sponsor, die Brauerei Kühbach, mit einem Tasting in der Halle.

Foto: Die ASV Volleys müssen als Team zusammenstehen und ihre beste Leistung abrufen. (Fotograf: Birgit Herzum)

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