Es hat wieder knapp nicht sein sollen: die ASV Volleys haben erneut einen Favoriten geärgert, den Sieg beim 2:3 gegen die swd Powervolleys Düren aber ein weiteres Mal knapp verpasst.
"Langsam hätten wir es wirklich einmal verdient, so ein Spiel auch zu gewinnen", haderte Coach Patrick Steuerwald kurz nach Spielende mit der nächsten Tiebreak-Niederlage gegen ein Top-Team. Zum vierten Mal gab Dachau nun bereits ein Spiel im fünften Satz denkbar knapp gegen ein klar favorisiertes Team ab und verpasste damit neuerlich die ganz große Überraschung. Unter anderem bereits im Hinspiel gegen Düren.
Und dennoch können auch die mühsam gesammelten Punkte am Ende zum Ziel führen, denn der ASV hat sich nun selbst in eine konfortable Ausgangssituation gebracht. Da der SV Warnemünde am Wochenende in Freiburg ohne Punkt geblieben ist (1:3), hat Dachau am kommenden Wochenende bereits die Chance den Klassenerhalt rechnerisch perfekt zu machen.
Mit den Duellen bei VCO Berlin und eben in Warnemünde bietet sich den ASV Volleys die Chance auf sechs Punkte, mit denen sie dann vom Aufsteiger aus dem Nordosten der Republik selbst dann nicht mehr eingeholt werden könnten, wenn dieser alle vier verbleibenden Spiele gewinnen würde. "Ja, da kann der Punkt natürlich dann wieder eine Rolle spielen, aber uns steht da eben auch noch ein enormes Programm dazwischen", richtet Steuerwald den Blick nach vorne und sieht schwere Aufgaben auf sein Team zukommen.
Und trotz der positiven Aussichten blieb am Sonntagnachmittag erst einmal wieder etwas Enttäuschung im ASV-Lager hängen. Das Team führte bereits mit 2:0 Sätzen und kämpfte sich auch nach einem schwachen Start in den dritten Durchgang wieder zurück. "Düren hat dann viel gewechselt und hatte auch mit dem ein oder anderen neuen Spieler das Momentum auf seine Seite gezogen", so Steuerwalds Analyse. "Trotzdem haben wir über mehr als vier Sätze auf Augenhöhe mitgehalten und sehr guten Volleyball gezeigt."
Allen voran galt dies wieder einmal für Diagonalangreifer Marius Büchi, der mit einer positiven Statistik von +20 aus dem Spiel ging, mit 29 Punkten ein weiteres Mal Top-Scorer war und verdient zum MVP gewählt worden ist. "Aber alle Jungs waren heute wieder top, haben als Team super performt", hob Steuerwald die starke Teamleistung hervor. So punkteten auch die beiden Außenangreifer Tobias Besenböck (18) und Levi Olson (15) deutlich zweistellig, steuerten Fabian Suck und Alex King jeweils vier Blocks bei. Und ganz am Ende war Dachau in keinem Element schwächer als der Tabellendritte, was die starke Leistung nur mehr unterstreicht.
Nun gilt es die Muskeln am freien Tag wieder zu entspannen und den Fokus ab Dienstag auf das vielleicht schon entscheidende Wochenende. "Wir bauen wieder darauf auf, wollen die Trainingsleistung wie in den letzten Tagen hoch halten und dann mit voller Motivation nach Berlin und Warnemünde fahren", fand auch Steuerwald schnell wieder den für ihn typischen Optimismus in seiner Analyse. "Und dann hätten wir bis zum Saisonende ja noch ein paar Chancen, die Großen zu ärgern", fügte er wieder mit einem Lachen im Gesicht hinzu.
Foto: Auch Levi Olson fand meist gute Lösungen gegen den Dürener Block. (Fotograf: Birgit Herzum)