Der Klassenerhalt war das oberste Ziel und dieser ist für die ASV Volleys nun zum Greifen nah: mit zwei Siegen am Wochenende könnte schon am Samstagabend in Warnemünde alles klar sein.
Denn die Dachauer Bundesliga-Volleyballer sind gleich zwei Mal gefordert. Am Freitag um 19.00 Uhr geht es zum Nachwuchsteam VCO Berlin, das mit den zwei Punkten aus dem Hinspiel in Dachau das Tabellenende ziert. Weniger als 24 Stunden später und weitere 240 Kilometer nördlich geht es am Samstag um 18.30 Uhr in der MesseHalle Rostock gegen den SV Warnemünde. Die Gastgeber stecken ebenfalls noch mitten im Abstiegskampf und sind eigentlich zum Siegen verdammt.
Für Dachaus Trainer Patrick Steuerwald liegt der volle Fokus aber zunächst auf dem Auftritt im Berliner Sportforum. Dort trägt das Team des Volleyballinternats seine Heimspiele aus und wird die erste Herausforderung für den ASV sein. Steuerwalds Team dürfte dabei das Hinspiel noch in Erinnerung haben: Mitte November gab Dachau eine 2:0-Führung aus der Hand, obwohl der zweite Satz sogar mit einem Ergebnis von 25:6 rekordverdächtig klar endete. Doch nach 119 Minuten hieß es eben 2:3 und der VCO holte seine bis heute einzigen Zähler.
"Das dürfte den Jungs nach wie vor Warnung genug sein, den VCO nicht zu unterschätzen", hofft Steuerwald auf einen Lerneffekt in seiner Mannschaft. Er sieht seither vor allem das stärkere Aufschlagsspiel, aber auch das gestiegene Selbstvertrauen als Schlüssel, um diesmal der Favoritenrolle gerecht zu werden. "Dennoch wird es 110 Prozent Konzentration und Leistung brauchen, um diesmal die drei Punkte zu holen."
Sollte seinem Team das diesmal gelingen, so würde sich am Samstagabend die Chance bieten, den Klassenerhalt rechnerisch unter Dach und Fach zu bringen. Denn sollte Dachau beide Spiele mit 3:0 oder 3:1 gewinnen, könnte Warnemünde in seinen verbleibenden Spielen nicht mehr am ASV vorbeiziehen. Werden es fünf oder weniger Punkte aus den beiden Spielen, kann das Dachauer Team noch nicht endgültig aufatmen, zumal Warnemünde ein vergleichsweise einfacheres Restprogramm hat.
Doch auch in Rostock - der Aufsteiger trägt erstmals ein Heimspiel als Eventspieltag in der 1.500 Zuschauer fassenden MesseHalle aus - erwartet Steuerwald einen heißen Tanz. "Warnemünde wird heiß wie Frittenfett sein und um jeden Ball kämpfen." Vor allem zu Hause ist der SVW nicht zu unterschätzen, holte neun seiner bisher 13 Punkte in der heimischen Halle. Karlsruhe, Mitteldeutschland und Haching München mussten sich dort klar geschlagen geben, Haching dazu auch im Pokal. "Schon das Hinspiel war eng, da wird das Duell in Rostock keinen Zentimeter einfacher, so dass wir auch hier wieder den absoluten Fokus und Willen brauchen werden", stellt Steuerwald sein Team auf einen harten Kampf ein.
Foto: Trainer Patrick Steuerwald und Zuspieler Luca Russelmann hoffen auf einen erfolgreichen Doppelspieltag. (Fotograf: Leon Greitner)