15. März 2026

Lüneburg bleibt unbezwingbar

Die SVG Lüneburg bleibt für die ASV Volleys unbezwingbar und weiterhin das einzige Team der Volleyball-Bundesliga, gegen das Dachau noch keinen Punkt hat holen können. Das 0:3 am Sonntagnachmittag legte dabei einen Klassenunterschied offen.

Gerade einmal 60 Minuten Spielzeit war den 3.200 Zuschauenden in der ausverkauften LKH Arena vergönnt, denn während der amtierende Pokalsieger keine Zweifel an seiner Ernsthaftigkeit aufkommen ließ, wollte Dachau über drei Sätze so gut wie nichts gelingen. Für Trainer Patrick Steuerwald ging dies schon in der Spielvorbereitung los, wie er nach dem Spiel am Dyn-Mikrofon wissen ließ: "Schon da hatte ich das Gefühl, dass heute die letzten fünf bis zehn Prozent fehlen."

Zudem musste er mit einem stark dezimierten Kader auskommen, hatte mit Luis Großmann und Will Kuhns nur zwei Wechseloptionen zur Verfügung. Das wollte er aber  ebenso wenig als Ausrede zählen lassen wie die Tatsache, dass das sportliche Abschneiden der ASV Volleys inzwischen entschieden ist. Platz zwölf war schon vor dem Auftritt in Lüneburg sicher, weder nach oben noch nach unten war und ist Bewegung möglich. "Klar fällt es dann schwer, die Motivation hoch zu halten. Aber da müssen wir uns ab Dienstag überlegen, wie wir das am kommenden Wochenende besser machen", so Steuerwald.

Dann erwartet er von seiner Mannschaft nochmal eine andere Vorstellung, wenn mit dem Heimspiel gegen die FT 1844 Freiburg die Saison - und damit auch seine fünfjährige Amtszeit in Dachau - zu Ende geht. "Ich denke, dass auch die Jungs so nicht aus der Saison gehen wollen und nochmal ein anderes Gesicht zeigen werden", blickte er schon in seiner Spielanalyse nach vorne.

Das Spiel bot von Beginn an wenig Spannung, der erste Satz sollte für Dachau mit einem 25:13 noch der "beste" sein. Es folgten in den Satzergebnissen zwei klare 25:12, wobei Steuerwald in seiner zweiten Auszeit im zweiten Satz emotionaler geworden war. Hatte er bis dahin noch versucht sein Team mit Ruhe ins Spiel zurückzubringen, wütete der Coach diesmal, sollte damit an diesem Sonntag aber auch keinen lang anhaltenden Effekt erzielen. Denn gelang doch einmal eine starke Aktion, dauerte es nicht lange bis die nächste unglückliche Aktion folgte.

Immerhin wurde es Dachauer Sicht im letzten Satz nicht noch schlimmer, denn dort sorgte Lüneburgs Zuspieler Santeri Välimaa mit seiner Aufschlagserie für eine 12:0-Führung zum Start in den Durchgang. In der Volleyball-Bundesliga dürfte es das selten gegeben haben. Erst ein Aufschlagfehler sorgte für den ersten Dachauer Punkt - und die direkte Auswechslung von Välimaa. Insgesamt konnte sich SVG-Trainer Stefan Hübner den Luxus leisten fast seinen gesamten Kader zum Einsatz zu bringen, ohne dass auch nur der Hauch eines Bruchs im Spiel zu erkennen gewesen wäre. Dachau war an diesem Tag einfach nicht in der Lage, dagegen zu halten.

Das zeigte am Ende auch der Blick in die Statistik: kein einziger Block, eine Angriffsquote von 19%, gerade mal zwei Asse und eine Teambilanz von -18. Insgesamt schaffte Dachau gerade mal 16 Punkte aus eigenem Angriff oder Aufschlag, profitierte 21 Mal von Fehlern der Gastgeber. Deutlicher kann es kaum sein. Zum wertvollsten Spieler wurde Lüneburgs Libero Sho Takahashi gewählt, der mit starken Abwehraktionen nicht unbeteiligt an Dachaus schwacher Angriffsquote gewesen ist.

Foto: Auch Marius Büchi war diesmal mit drei Punkten kein Faktor. (Fotograf: Bruno Haelke)

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