17. März 2026

Ein letztes Hurra

Eine intensive Saison findet am Samstagabend um 19 Uhr ihr Ende: die ASV Volleys begrüßen am letzten Spieltag der Volleyball-Bundesliga die FT 1844 Freiburg in der Georg-Scherer-Halle.

Sportlich wird es ein Spiel um die berühmte "Goldene Ananas", aber emotional wird es dennoch werden. In der Tabelle haben beide Teams den Klassenerhalt sicher bzw. die Playoffs verpasst, doch wird nach dem letzten Ball die fünfjährige Ära von ASV-Trainer Patrick Steuerwald zu Ende gehen. "Das wird sicher nochmal ein prägender Moment", blickt der ehemalige Nationalspieler nach vorne.

Er ist aber weiterhin davon überzeugt, dass es nun "der richtige Zeitpunkt ist, um etwas Neues zu starten. Für mich wie wahrscheinlich auch für den Verein". Und auch wenn die Saison mit 28 Bundesliga-Spielen, Vorbereitung, Pokal-Qualifikation und unzähligen Trainingseinheiten an die Substanz gegangen ist, wird der Trainer einiges vermissen. "Das Team aus dieser Saison war wirklich nochmal eine tolle Truppe, das hat von der Mannschaft bis zu den Helfern im Hintergrund gepasst und Spaß gemacht."

Neben seinen Spielern ist Steuerwald vor allem für die Hilfe der beiden Ehrenamtlichen Katja Lörcher und Yannick Siemsen dankbar. "Die beiden haben mich unglaublich unterstützt und mir das Leben im Vergleich zu den Jahren zuvor nochmal deutlich vereinfacht. Dafür kann ich wie für alle anderen Helfer im Hintergrund nicht dankbar genug sein", weiß er die Unterstützung im Verein bis zum letzten Spiel zu schätzen.

Dass dieses Spiel für die Tabelle keinen großen Wert mehr besitzt ist seit vergangenem Wochenende sicher. Freiburg verpasste in einem dramatischen Spiel gegen die WWK Volleys Herrsching knapp den Sieg und unterlag im Tiebreak. Damit ist Herrsching, derzeit Achter, mit fünf Punkten Vorsprung auf den Neunten Freiburg nicht mehr einzuholen. Wäre das Spiel zu Gunsten der Breisgauer ausgegangen, würden sie nun am Samstag noch um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen können.

So aber geht es für beide Teams um einen gelungenen Saisonausklang, den sich Steuerwald auch für seine Mannschaft wünscht. Gerade nach der deutlichen 0:3-Niederlage in Lüneburg am vergangenen Spieltag. "Natürlich wollen wir noch einmal alles geben und mit einem besseren Eindruck aus der Saison gehen als zuletzt. Das hätte sich das Team auch verdient, denn das Spiel in Lüneburg spiegelt unsere Saison wirklich nicht wieder", so Steuerwald.

Außerdem sei aus dem Hinspiel Ende Dezember auch noch eine Rechnung offen. "Auch in Freiburg haben wir eines unserer schwächeren Saisonspiele absolviert. Es gibt also genug Gründe, am Samstag nochmal allen zu zeigen, dass wir es besser können", hofft der Coach auf den Ehrgeiz seiner Truppe. Und gemeinsam mit den Fans soll es dann nochmal ein Volleyball-Fest werden, bei dem Mannschaft, Helfer und Fans zusammen einen tollen Saisonabschluss feiern können.

Foto: Steht am Samstag ein letztes Mal an der Linie für den ASV Dachau: Trainer Patrick Steuerwald. (Fotograf: Bruno Haelke)

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