22. März 2026

Wie ein Abschluss sein sollte

Die ASV Volleys verabschieden sich mit einem glatten 3:0-Sieg gegen die FT 1844 Freiburg aus der Saison. Der letzte Auftritt von Trainer Patrick Steuerwald war also so wie er ihn sich hätte nur wünschen können.

Denn nach 87 Minuten Spielzeit endete sie endgültig, die fünfjährige Amtszeit von Steuerwald beim ASV Dachau. Nach zwei Aufstiegen und drei Jahren in der ^1. Volleyball-Bundesliga zieht es den ehemaligen Nationalspieler nun zum Ligakonkurrenten Barock Volleys MTV Ludwigsburg. Seinen Wunsch nach einem erfolgreichen und schönen Abschluss erfüllte ihm sein Team am Samstagabend.

Sportlich ging es für beide Teams um nichts mehr. Der Klassenerhalt war für Dachau bereits perfekt, Freiburg verpasste die Playoffs am vorletzten Spieltag dramatisch im direkten Duell mit den WWK Volleys Herrsching. Entsprechend rotierten beide Trainer auch in ihrer Startaufstellung und ließen auch Spieler zum Zug kommen, die sonst eher weniger Spielzeit in der Saison hatten.

So bekam auf Dachauer Seite Severin Brandt nochmal das Vertrauen auf der Zuspieler-Position und der US-Amerikaner Will Kuhns spielte über die gesamten drei Sätze im Außenangriff. Brandt zeigte dabei auch seine Qualitäten von der Aufschlaglinie und steuerte vier Asse zum Sieg bei. Eines mehr holte sich nur Mittelblocker Alex King, der an diesem Abend den stärksten Aufschlag fand und so am Ende zum wertvollsten Spieler gewählt worden war.

"Es freut mich wahnsinnig für die Jungs, dass sie sich mit diesem Gefühl aus der Saison verabschieden können", war auch Steuerwald am Ende des Abends erleichtert über den couragierten Auftritt und den insgesamt siebten Saisonsieg. Er und sein Team hätten sich nach der deutlichen Niederlage in Lüneburg eine Woche zuvor vorgenommen, die Saison zu Hause mit einem anderen Auftritt und Ergebnis zu Ende zu bringen - es sollte ihnen voll gelingen.

Und auch die gut 300 Zuschauer kamen dabei nochmal voll auf ihre Kosten, denn die beiden Mannschaften lieferten sich über weite Strecken ein Kopf-an-Kopf-Rennen und sorgten so zumindest im zweiten und dritten Satz nochmal für spannungsgeladene Momente in der Georg-Scherer-Halle. Vor allem Durchgang zwei war nichts für schwache Nerven, bei dem Dachau acht Satzbälle zum 33:31 benötigte und auf dem Weg dorthin auch zwei Freiburger Satzbälle abwehren musste.

"Das Team hat heute nochmal den Charakter bewiesen, den ich die gesamten Saison über gesehen habe. Und das macht mich auch stolz und heute mit einem sehr guten Gefühl aus der Halle gehen", betonte Steuerwald den emotionalen Wert des Sieges. Im Anschluss ging es für ihn, das Team, die ehrenamtlichen Helfer und Fans noch zum gemütlichen Teil über: den gemeinsamen Saisonabschluss.

Dort konnten alle auf den letztlich souveränen Klassenerhalt anstoßen, der mit Platz zwölf schon seit einigen Wochen feststand. Sieben Siege standen 21 Niederlage gegenüber, sechs davon im Tiebreak. Damit ging der ASV nur in etwas mehr als der Hälfte der Spiele ohne zählbaren Erfolg vom Feld und lang so am Ende neun Punkte vor dem Abstiegsplatz. 

Diesen belegen durch ein 0:3 am letzten Spieltag im direkten Duell mit dem SV Warnemünde nun die Volley Goats Mitteldeutschland. Doch auch hier stand vor dem Spiel schon fest, dass keines der beiden Teams den Gang in die 2. Bundesliga antreten muss. Durch den Zusammenschluss der WWK Volleys Herrsching und dem TSV Haching München zu den WWK Volleys München wird ein Platz frei, der von der Volleyball-Bundesliga nun an die Volleys Goats vergeben wird.

Foto: Zum Saisonabschluss bester Aufschläger und wertvollster Spieler: Alex King (Mitte). (Fotograf: Anton Hoefel)

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