11. Oktober 2026

Dritter Heimsieg in acht Tagen

Auch Aufsteiger Donau Volleys Regensburg hielt dem Bollwerk Georg-Scherer-Halle nicht stand. Mit einem 3:0-Sieg gegen die Domstädter kletterten die ASV Volleys auf Tabellenplatz fünf. Nur im ersten Satz und Mitte des dritten boten die Gäste den Dachauern Paroli.

Im ersten Satz entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Keine Mannschaft setzte sich mehr als zwei Punkte ab. Die gute Annahme auf beiden Seiten ermöglichte es den Teams, ihr Side-out zu halten. Vor allem spektakuläre Rettungstaten hielten die Regensburger bis zum Satzende im Spiel. Mit einem kurz gespielten Ball holte Tobi Besenböck beim 24:23 den ersten Satzball für die Heimmannschaft. Dachaus Trainer Sven Lehmann wechselte: Für Mittelblocker Fabian Suck kam Luca Schwarz mit einem klaren Auftrag ins Spiel. „Der Luca ist ein sicherer Aufschläger und hat den Ball genau dahin geschlagen, wo ich es wollte. Außerdem ist er sehr gut in der Annahme. Er hat auch in der 1. Bundesliga Libero gespielt." Der taktische Schachzug ging mit etwas Glück auf: Der zurückgespielte Ball der Donau Volleys berührte die Antenne, und die ASV Volleys gewannen den ersten Satz knapp mit 25:23. Für Luca Schwarz war die Situation nichts Außergewöhnliches: „Ich empfinde in der Situation eine positive Anspannung, und die hilft, den Aufschlag konzentriert genau da zu platzieren, wo ich ihn hinschlagen möchte. Toll wäre es natürlich, den Satz mit einem Ass zu beenden, aber das war nicht meine Aufgabe."

Der zweite Satz war mit 25:13 eine klare Angelegenheit für die ASV Volleys. Beim Stand von 9:7 ging Tobi Besenböck an die Aufschlaglinie und sorgte mit fünf Aufschlägen in Folge für die Vorentscheidung zum 14:7. Darunter waren ein Ass und mehrere Aufschläge, die der Gegner nur schwer kontrollierte. Nicht zuletzt deswegen wählte ihn Gästetrainer Markus Pielmeier zum Gold-MVP: „Ich glaube, meine Jungs waren a bisserl beeindruckt vom Tobi. Der hat schon Eindruck gemacht, und meine Spieler haben eine gewisse Zeit gebraucht, das zu verarbeiten." Das erklärte auch die Unsicherheiten, die sich nun ins Spiel der Gäste einschlichen. Besenböck bekam eine Pause, Schwarz weitere Spielzeit. Auch im Zuspiel wechselte Sven Lehmann: Für Luca Russelmann kam Dominik Langbein. Beim ASV klappte jetzt nahezu alles. So erzielte Patrick Rupprecht mit einem Bagger in die linke Ecke der Regensburger das 19:9. Auch Luca Schwarz zeichnete sich im Angriff aus: Mit einem wuchtigen Diagonalball erzielte er das 22:12, mit einer Aktion am Netz das 23:12. Bezeichnend für diesen Durchgang beendete ein Fehlaufschlag der Donau Volleys den Satz zum 25:13.

Der dritte Satz begann, wie der zweite aufgehört hatte: mit einer Dominanz der ASV Volleys. Beim Stand von 7:2 nahm Pielmeier seine erste Auszeit. Die Regensburger kämpften sich über 13:10 und 16:15 wieder heran, woraufhin auch Lehmann seine erste Auszeit nahm. Sie zeigte Wirkung, die Dachauer erarbeiteten sich wieder einen Vorsprung. Gute Blockarbeit von Fabian Suck und ein harter Angriff von Luca Schwarz brachten die ASV Volleys mit 19:16 in Führung. Beim Stand von 20:16 nahm Markus Pielmeier seine letzte Auszeit. Der Dachauer Aufschlag danach war zu lang, Regensburg verkürzte auf 20:17. Doch mit dem nächsten Angriff stellte Maxi Hartmann den Vier-Punkte-Vorsprung wieder her. Ein Doppelblock von Fabian Suck und Maxi Hartmann bedeutete das 22:18. Auch die Punkte 23 und 24 erzielte der Diagonalangreifer: „Der Gegner erwartet in entscheidenden Situationen eigentlich Angriffe über unsere sehr guten Außenangreifer, die den Großteil der Angriffslast tragen. Wenn der Zuspieler mich dann in gute Situationen bringt, kann ich als Linkshänder mit meinen Angriffsmustern den Gegner vor Probleme stellen." Die ersten beiden Matchbälle wehrte Regensburg noch ab, dann entschied ein Aufschlag ins Netz das Spiel. Die ASV Volleys gewannen gegen die Donau Volleys glatt mit 3:0 Sätzen (25:23, 25:13, 25:21).

Trainer Sven Lehmann war angesichts der verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfälle insgesamt zufrieden: „Der erste Satz verlief in etwa so, wie ich mir das vorgestellt habe. Regensburg kämpft, und wir haben Probleme. Gegen Satzende hat sich unsere Erfahrung durchgesetzt. Im zweiten Satz wussten wir dann genau, wann wir mehr Risiko gehen konnten. Regensburg dagegen wollte es erzwingen und hat zu viele Eigenfehler gemacht. Der dritte Satz war dann wieder enger."

 

Foto: Ausgelassene Freude bei Luca Russelmann (Nr. 10), Patrick Rupprecht (Nr. 3) und Teamkollegen nach dem 3:0 gegen die Donau Volleys Regensburg. (Foto: Birga Herzum (ASV Volleys))

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