Auch der SV Schwaig konnte in Dachau keine Punkte holen. Mit 3:1 Sätzen (25:21, 25:19, 21:25, 25:18) besiegten die ASV Volleys die Hornets aus Franken und bewiesen erneut ihre Heimstärke. Der verdiente Lohn ist vorerst Tabellenplatz vier.
Der Herbst forderte seinen Tribut: Nahezu das ganze Team der ASV Volleys ist gesundheitlich angeschlagen. Das sollte sich im Laufe des Spiels zeigen. Mit druckvollen Aufschlägen und erfolgreicher Blockarbeit erspielte sich die Heimmannschaft schnell ein 5:1. Schwaig konnte auf 7:5 verkürzen, bevor Patrick Rupprecht beim 8:5 an die Aufschlaglinie trat. Gleich sein erster Service war ein Ass zum 9:5. Daraufhin nahm der Trainer der Gäste seine erste Auszeit. Das unterbrach Rupprechts Rhythmus, sein zweiter Aufschlag geriet zu lang. Schwaig kämpfte sich auf 11:10 heran, bevor ein Fehlaufschlag die Aufholjagd beendete. Im weiteren Verlauf des Satzes kamen die Gäste nicht mehr näher als zwei Punkte heran. Vor allem die hohe Zahl an Fehlaufschlägen machte immer wieder eine Aufholjagd der Schwaiger zunichte. Passend dazu bescherte ein Fehlaufschlag den ASV Volleys den ersten Satzball zum 24:19. Die ersten beiden Satzbälle konnte Schwaig noch abwehren, beim 24:21 nahm Trainer Sven Lehmann eine Auszeit. Der zehnte Fehlaufschlag der Gäste beendete den Satz mit 25:21 zugunsten der ASV Volleys. Zwar hatte auch Dachau vier Fehlaufschläge, aber dafür auch einige Asse. Die Hornets dagegen machten mit ihren Aufschlägen keinen Stich.
Auch im zweiten Satz erspielten sich die ASV Volleys einen Vorsprung. Beim Stand von 6:2 nahm der Trainer des SV Schwaig seine erste Auszeit, beim 14:8 bereits seine zweite. Den Vorsprung konnte die Heimmannschaft halten. Für den stark angeschlagenen Tobi Besenböck wechselte Sven Lehmann Luca Schwarz ein. Auch ein Doppelwechsel brachte keinen Bruch ins Dachauer Spiel: Für Zuspieler Luca Russelmann kam Dominik Langbein, für Diagonalangreifer Maxi Hartmann kam Janne Kaiser, der gleich mit seinem ersten Angriff das 19:12 erzielte. „Gerade wenn viele Spieler angeschlagen sind, ist es ein großer Vorteil, wenn die Spieler von der Bank ins Spiel kommen und sofort ihre Leistung bringen“, freute sich Trainer Sven Lehmann über seinen breiten Kader. Beim Stand von 19:15 nahm Lehmann seine erste Auszeit, um den Lauf der Schwaiger zu unterbrechen. Ein Angriffsfehler der Hornets beendete den zweiten Satz mit 25:19 für die ASV Volleys. Der zweite Satz war eine Kopie des ersten: Wieder verhinderten Fehlaufschläge in entscheidenden Momenten eine Aufholjagd der Gäste, während Dachau bei geringerer Fehlerquote mehr Druck von der Aufschlaglinie erzeugte. Mit einer 2:0-Führung ging es in die zehnminütige Satzpause.
Im dritten Satz zeigten die Gäste vom SV Schwaig ihre Comeback-Qualität und zogen schnell auf 6:2 davon. In dieser Phase hatten die Dachauer Angreifer das Nachsehen gegen die sehr gute Block-Abwehr-Abstimmung der Schwaiger. Beim Spielstand von 6:11 nahm Trainer Sven Lehmann seine erste Auszeit. Doch Schwaig konnte den Vorsprung weiter ausbauen, weil sich immer wieder Fehler ins Dachauer Spiel einschlichen. Die Hornets zogen bis auf 9:16 davon, bevor die ASV Volleys ihre Aufholjagd starteten. Mit Maxi Hartmann am Aufschlag kam die Heimmannschaft bis auf 15:16 heran, bevor die Gäste wieder auf 15:19 stellten, Grund genug für den Dachauer Trainer, seine zweite Auszeit zu nehmen. Mit einem erfolgreichen Block holten sich die Hornets ihren ersten Satzball. Patrick Rupprecht konnte ihn abwehren und der eingewechselte Moritz Teichmann verkürzte mit einem Ass auf 21:24. Daraufhin nahm der Trainer der Gäste eine Auszeit. Der Bosnier Perica Stanić verwandelte den dritten Satzball zum 21:25 und brachte Schwaig auf 1:2 heran. „Unser Spiel war heute nicht so gut und wenn wir dann mit den Aufschlägen keinen Druck aufbauen können, wird es schwierig, gegen die gute Block-Abwehr der Schwaiger das Sideout zu halten“, brachte MVP Patrick Rupprecht die Situation im dritten Satz auf den Punkt. Trotz wenig Druck im Service unterliefen den ASV Volleys sieben Fehlaufschläge, den Hornets in diesem Satz nur zwei.
Zu Beginn des vierten Satzes konnte sich die Heimmannschaft nicht mehr als zwei Punkte absetzen. Beim Stand von 7:5 nahm der Trainer der Gäste seine erste Auszeit. Danach ging Schwaig kurz in Führung, bevor Tobi Besenböck die ASV Volleys mit druckvollen Aufschlägen wieder in Führung brachte. Dann war sein Akku leer und für ihn kam wieder Luca Schwarz ins Spiel. Aus gesundheitlichen Gründen gab es auch einen Wechsel auf der Liberoposition: Für Marvin Primus, der ein solides Spiel ablieferte, übernahm Paul Schreiner. Zum 15:13 entschied Dachau erstmals eine lange Rally für sich. Bis dahin waren die langen Ballwechsel immer an die Gäste gegangen. Beim Stand von 16:14 ging Patrick Rupprecht zum Aufschlag und erzielte gleich mit dem ersten Service einen direkten Punkt. Daraufhin nahm der Trainer des SV Schwaig seine zweite Auszeit. Rupprechts Serie ging bis zum 19:14 weiter, bevor ein Aufschlag im Netz landete. Das war die Vorentscheidung im vierten Satz. Mit weiteren Block- und Angriffspunkten zogen die ASV Volleys auf 22:15 davon. Beim 24:17 hatte Luca Schwarz den ersten Matchball für Dachau und servierte mit vollem Risiko. Diesen konnte Schwaig noch abwehren, doch ein Einerblock von Fabian Suck sicherte den Satz und das Match. „Das war heute ein kleiner Charaktertest für meine gesamte Mannschaft. Im dritten Satz hatten wir eine Phase, in der wir sehr unkonzentriert gespielt haben. Dass wir uns dann selbst wieder aus diesem Tief herausgespielt und den vierten Satz gewonnen haben, war eine gute Lektion für die Mannschaft. Auch die Wechsel haben sehr gut funktioniert und einen großen Teil zum Sieg beigetragen“, fasste Trainer Sven Lehmann das Spiel zusammen.
Am kommenden Wochenende wartet der nächste Doppelspieltag auf die ASV Volleys. Am Samstag, 24. Oktober, um 19:00 Uhr ist mit dem TSV Mühldorf die nächste bayerische Mannschaft in der Georg-Scherer-Halle zu Gast. Am Sonntag, 25. Oktober, um 15:00 Uhr bestreitet die Mannschaft dann bei der TSG Tübingen das Qualifikationsspiel für das Achtelfinale des DVV-Pokals. Möglicher Gegner im Achtelfinale wären dann die Barock Volleys MTV Ludwigsburg, die in dieser Saison von Patrick Steuerwald, dem langjährigen Trainer der ASV Volleys, betreut werden.
Luca Schwarz gegen den Doppelblock der Hornets, dahinter Teichmann und Russelmann. Foto: Birga Herzum (ASV Volleys)