
Auftrag erfüllt, Vorfreude riesig: Mit einem souveränen 3:0 bei der TSG Tübingen haben die ASV Volleys das Achtelfinale des DVV-Pokals erreicht. Damit hat das Team von Trainer Sven Lehmann sein erstes Saisonziel geschafft. Und auf die Fans wartet genau das Pokalspiel, auf das in Dachau alle gehofft hatten: Am Sonntag, 8. November, kommt Erstligist Barock Volleys MTV Ludwigsburg, mit Patrick Steuerwald an der Seitenlinie, der die ASV Volleys als Trainer bis in die 1. Bundesliga geführt hat.
Mit einem klaren 3:0-Erfolg kehrten die ASV Volleys von ihrem Auswärtsspiel beim Regionalligisten TSG Tübingen zurück. Der selbst ernannte „beste Verein im Ländle“ konnte nur phasenweise an die Leistung beim Regionalfinale Süd anknüpfen. Das lag auch an der konzentrierten Mannschaftsleistung der Dachauer. Immerhin hatten die Gegner den Vorjahressieger TG Schwenningen, Drittligist, und den Ligakonkurrenten Keiler Volleys Stuttgart in eigener Halle jeweils mit 3:2 niedergekämpft. Deswegen ermahnte der Trainer, die Tübinger nicht zu unterschätzen. Bis zum Spielstand von 6:6 konnten beide Mannschaften ihr Sideout halten. Dann gelang den ASV Volleys das erste Break zum 6:8. Mit einem erfolgreichen Block von Fabian Suck bauten die Dachauer den Vorsprung auf 8:12 aus. Darauf nahm die Trainerin der Gegner die erste Auszeit. Zwei sehr gute Aufschläge von Patrick Rupprecht waren die Grundlage zum zwischenzeitlichen 10:16. Es folgte die zweite Auszeit von Tübingen. Beim Stand von 16:22 bäumte sich die Heimmannschaft noch einmal auf. Auf Grundlage einer guten Feldabwehr konnten sie auf 18:22 verkürzen. Sven Lehmann nahm jetzt seine erste Auszeit. Janne Kaiser holte den ersten Satzball für die ASV Volleys zum 18:24. Den ersten konnten die Tübinger noch abwehren, aber ein zu langer Aufschlag beendete den Satz zugunsten der Dachauer mit 25:19.
Im zweiten Satz gingen die ASV Volleys schnell in Führung. Tobias Besenböck erzielte mit einem Ass das 1:5. Tübingen nahm seine erste Auszeit, um den Lauf der Dachauer zu stoppen. Doch auch die darauffolgende Rally konnten die Bayern für sich entscheiden. Beim Stand von 1:7 nahm die Trainerin von Tübingen bereits die zweite Auszeit. Diesmal ging der Plan auf, den Aufschläger aus dem Rhythmus zu bringen. Der nächste Service des Dachauer Kapitäns geriet zu lang. Mit zwei guten Angriffen verkürzte die Heimmannschaft auf 4:7. Darauf nahm Trainer Sven Lehmann seine erste Auszeit. Doch näher als zwei Punkte kamen die Württemberger nicht. Beim Stand von 6:9 wechselte Lehmann doppelt: Für Luca Russelmann kam neu in die Partie Maximilian Hartmann und für Janne Kaiser Dominik Langbein. Dieser übernahm auch den Aufschlag. Mit klugen Aufschlägen und zwei Assen ebnete er den Dachauern den Weg zum 7:14. Diesen Vorsprung konnten die Gäste weiter halten. Das 12:20 erzielte Langbein mit einem direkten Angriff als Zuspieler am Netz. Mit einem Block setzte er auch den Schlusspunkt für diesen Satz zum 14:25 und der 0:2-Satzführung.
Auch den dritten Satz begannen die ASV Volleys sehr konzentriert und erarbeiteten sich eine 4:9-Führung. Darauf nahm die Trainerin der TSG Tübingen wieder eine frühe Auszeit. Zwei gute Blocks brachten die Hausherren wieder auf 7:10 heran. Mit guten Aufschlägen konnten sie bis auf 10:11 verkürzen, bevor die Dachauer wieder auf 10:14 stellten. Das führte zur zweiten Auszeit der Tübinger. Um jeden Ball kämpfend erzielte die Heimmannschaft das zwischenzeitliche 13:14, bevor ein Fehlaufschlag wieder zwei Punkte Vorsprung für die ASV Volleys bedeutete. Mit einem weiteren Ass erzielte Dominik Langbein das 15:20. Mit einem Angriff erhöhte Maxi Hartmann auf 15:21. Doch die Regionalligisten gaben sich noch nicht geschlagen. Ein erfolgreicher Block, gefolgt von einem Ass am Aufschlag, bedeutete das 17:21. Und sie blieben dran bis zum 21:24. Dabei wehrten sie zwei Matchbälle ab. Ein Fehlaufschlag beendete aber dann alle Bemühungen und die ASV Volleys konnten den 0:3-Sieg (19:25, 14:25, 21:25) verbuchen. Trainer Sven Lehmann fasst das Spiel zusammen: „Wir haben den Gegner von Anfang an sehr ernst genommen und sehr konzentriert gespielt. An dieser Stelle muss ich meine Mannschaft auch loben. Phasenweise konnte Tübingen unter Beweis stellen, warum sie in diesem Qualifikationsspiel standen. Aber schließlich konnten wir unserer Favoritenrolle gerecht werden und uns mit einer sehr guten Leistung in allen Mannschaftsteilen durchsetzen.“
Jetzt wartet das erste große Highlight der Saison. Am Sonntag, 8. November, um 13:00 Uhr empfangen die ASV Volleys im Achtelfinale den Erstligisten Barock Volleys MTV Ludwigsburg. Patrick Steuerwald hat die Volleys von 2021 bis 2026 trainiert und in die 1. Bundesliga geführt, nun kehrt er als Gegner zurück. Und mit Diagonalangreifer Marius Büchi steht ein weiterer alter Bekannter auf der anderen Seite des Netzes, er spielte in der vergangenen Saison noch für Dachau. Weil die Georg-Scherer-Halle an diesem Wochenende belegt ist, wird in der Sporthalle der FOS/BOS Unterschleißheim gespielt. Ein Erstligist zu Gast, ein Wiedersehen mit alten Bekannten und die Chance auf das Viertelfinale: Die Mannschaft freut sich auf eine volle Halle und lautstarke Unterstützung.

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