Über 50 Jahre Volleyball in Dachau: zwei Deutsche Meistertitel, ein Finale der Champions League und immer wieder der Weg zurück in die Bundesliga.
#RoadToHistory
1996Finale der Champions League
1997DVV- Pokalsieger
18Spielzeiten 1. Bundesliga
Was uns ausmacht
Gekommen, um zu bleiben. Seit 1982 spielt die erste Mannschaft fast ohne Unterbrechung in der 1. oder 2. Bundesliga, seit 1971 in derselben Halle. Dazwischen liegen zwei Meistertitel, ein Champions-League-Finale, Abstiege, Neustarts und Comebacks. Viele, die hier gespielt haben, sind dem Verein treu geblieben und prägen die Abteilung bis heute als Trainer, Funktionäre, Partner und Helfer. Manchmal schon in der zweiten Generation: Wolfgang Besenböck spielte Anfang der 90er für den ASV, sein Sohn Tobias führt die Mannschaft heute als Kapitän aufs Feld.
Diese Beständigkeit über fünf Jahrzehnte gibt es im deutschen Volleyball kaum ein zweites Mal.
Trainer der Aufstiegsjahre ab 1978 bis zur Bundesliga, später sehr erfolgreicher Jugendtrainer, Sportlicher Leiter und Mit-Initiator des Wiederaufstiegs ab 2021, 2023/24 Co-Trainer beim Bundesliga-Comeback
Zuspieler in der 1. Bundesliga, später mehrmals Trainer, heute engagierter Jugendtrainer bei den Mädchen und Geschäftsführer des Hauptvereins ASV Dachau
Zwölf Spielzeiten als Spieler, zweimal Meister, ab 2005 Trainer der ersten Mannschaft, heute im Aufsichtsrat des ASV Dachau und Geschäftsführer bei Intaurus, dem Hauptpartner der Volleys
Spieler von 2001 bis 2005, danach Trainer der ersten Mannschaft, Jugendtrainer und Sportlicher Leiter, wieder Trainer und als mehrfacher Senioren-Weltmeister sportliches Vorbild für viele
Der Turnverein „Freie Turnerschaft“ wird gegründet, der Ursprung des heutigen ASV Dachau.
1951
Aus ATSV wird ASV
1933 verbieten die Nationalsozialisten den ATSV. Um der Auflösung zu entgehen, schließt er sich dem Schwimmverein an. 1951 folgt die Umbenennung in ASV Dachau.
1971
Die Georg-Scherer-Halle
Nach einem Jahr Bauzeit wird die Georg-Scherer-Halle eröffnet. Sie ist bis heute die Heimat der Volleys.
Die Georg-Scherer-Halle bei der Eröffnung
1973
Die Volleyballabteilung entsteht
Tennisspielerinnen suchen einen Sport für den Winter. So beginnt Volleyball beim ASV Dachau.
1975
Von der Kreisliga nach oben
1975 startet die erste Herrenmannschaft in der Kreisliga. Ab 1978 mit Trainer Sepp Wolf geht es Schlag auf Schlag über die Bayernliga und die Regionalliga Süd bis 1982 in die 2. Bundesliga Süd.
1985
Erstmals 1. Bundesliga
Als Meister der 2. Bundesliga Süd steigt der ASV in die höchste deutsche Liga auf. In der ersten Saison wird er Vierter und erreicht das Pokalfinale. 1987 folgt Platz 3.
1988
Auf und ab
Erster Abstieg aus der 1. Bundesliga. 1989 gelingt die Rückkehr, 1990 folgt der zweite Abstieg, 1991 unter Trainer Peter Meyndt der erneute Aufstieg.
Die Mannschaft der Saison 1987/88
1991
Stelian Moculescu kommt
Der Meistertrainer des aufgelösten TSV Milbertshofen übernimmt den Aufsteiger ASV und bringt Spieler wie Jörg Bertholdt und Leif Andersson mit. Unter ihm werden die Volleys Fünfter und Sechster und erreichen 1994 das Pokalfinale.
Die Mannschaft der Saison 1992/93 mit Stelian Moculescu
1995
Deutscher Meister
Mit dem neuen Hauptsponsor Deutsche Post AG gewinnt der ASV am 20. April 1995 das Finale gegen Wuppertal und wird zum ersten Mal Deutscher Meister.
Die Meistermannschaft 1994/95
1996
Meister und Champions-League-Finale
Das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte: erneut Deutscher Meister nach dem Finale gegen Friedrichshafen und Finale der Champions League in Bologna gegen Modena.
Die Mannschaft in der Ära Deutsche Post
1997
DVV-Pokalsieger
Der erste Pokalsieg und Platz 4 in der Liga. Danach verlassen Trainer Moculescu, der Hauptsponsor und fast die ganze Mannschaft den Verein, nur Frank Reimann bleibt.
Die Pokalsieger-Mannschaft der Saison 1996/97
1998
Abstieg und Rückkehr
Trotz einer letzten Finanzspritze der Post AG steigt der ASV unter Trainer Adrian Zoppelt ab. 1999 gelingt ohne Niederlage der Wiederaufstieg.
Die Mannschaft der Saison 1997/98
2000
ASV Jets Dachau
Zurück in der 1. Bundesliga tritt die Mannschaft ab der Saison 1999/00 als ASV Jets Dachau an. 2001 und 2002 erreichen die Jets jeweils das Playoff-Viertelfinale.
Die „Jets“ um das Jahr 2000
2002
Neustart in der Regionalliga
Die ausgegliederte Volleyball Dachau GmbH muss Insolvenz anmelden, weil zugesagte Sponsorengelder ausbleiben. Es folgt der Zwangsabstieg. Mit Spielertrainer Torsten Schulz bringen zwei Aufstiege in Folge Dachau bis 2004 zurück in die 1. Bundesliga.
Die Mannschaft 2004
2005
Zurück in der 2. Bundesliga
Nach einer Saison in der 1. Bundesliga geht es wieder in die 2. Bundesliga Süd. Klaus Dammann, Meisterspieler der 90er, übernimmt als Trainer.
Die Mannschaft 2006
2009
Vizemeister der 2. Bundesliga
Platz 2 in der 2. Bundesliga Süd, das beste Ergebnis dieser Jahre. Danach landet der ASV meist im Mittelfeld.
Die Mannschaft der Saison 2008/09
2011
Das Trainertrio
Nach dem überraschenden Rücktritt von Marc Fertig im Oktober 2011 teilen sich Andreas Wilhelm, Klaus Dammann und Andreas Schwarz das Traineramt. Zweimal wird der ASV Fünfter in der 2. Bundesliga Süd.
Die Mannschaft 2011/12
2016
Abstieg in die 3. Liga
Nach elf Jahren in der 2. Bundesliga folgt der Gang in die 3. Liga Ost. 2018 wird der ASV dort Zweiter und erreicht das Achtelfinale im DVV-Pokal.
Die Mannschaft 2015/16
2021
Patrick Steuerwald übernimmt
Im Frühjahr 2021 wird der frühere Nationalzuspieler Cheftrainer beim Drittligisten ASV Dachau. Die Saisons 2019/20 und 2020/21 waren wegen Corona abgebrochen worden.
2022
Comeback
Als Meister der 3. Liga Ost steigt der ASV wieder in die 2. Bundesliga auf.
Aufstieg in die 2. Bundesliga 2021/22
2023
Zurück in der 1. Bundesliga
Der Durchmarsch: Als Dritter der 2. Bundesliga Süd steigt der ASV in die 1. Bundesliga auf, zum ersten Mal seit knapp 20 Jahren. Drei Spielzeiten Erstklassigkeit folgen, ab Sommer 2023 als ASV Volleys, seit 2024 mit eigenem Logo.
Aufstieg in die 1. Bundesliga 2022/23
2026
Neuer Anlauf
Nach der Saison 2025/26 zieht sich der ASV freiwillig in die 2. Bundesliga Süd zurück. Mit Trainer Sven Lehmann und vielen Spielern aus der Region gewinnen die Volleys im Oktober den Bayerischen Landespokal.
Die Mannschaft der Saison 2026/27
Die goldenen 90er
Rudi Scherer, langjähriger Präsident des ASV Dachau, mit der Meisterschale
Deutscher Meister
Am 20. April 1995 gewinnt der ASV Dachau gegen Wuppertal die erste Deutsche Meisterschaft. Ein Jahr später folgen der zweite Titel und das Finale der Champions League, 1997 der Pokalsieg. Dachau ist für einige Jahre die erste Adresse im deutschen Volleyball.
Quellen: Vereinschronik, Wikipedia (Abschlusstabellen der Bundesliga), Volleybox, VBL. Kader ab 1985/86 per Klick. Als Spieler zählt jeder, der in der ersten Mannschaft des ASV Dachau gespielt hat, unabhängig von der Spielklasse. Leere Felder: noch nicht belegt. Hinweise gern über das Hinweisformular.
1991 kam er als Meistertrainer des aufgelösten TSV Milbertshofen nach Dachau und formte die Mannschaft, die zwei Meistertitel, das Finale der Champions League und den DVV-Pokal holte. Danach prägte er mit dem VfB Friedrichshafen fast zwei Jahrzehnte den deutschen Volleyball und gilt als erfolgreichster Volleyballtrainer Deutschlands.
1995Deutscher Meister
1996Deutscher Meister, Finale der Champions League
Laut Volleyball-Magazin (Ausgabe 7/2007) der wertvollste deutsche Volleyballer der zwanzig Jahre seit 1987, Platz eins der Ranglisten des deutschen Volleyballs. 1991 kam er vom TSV Milbertshofen nach Dachau. Heute ist er Beachvolleyball-Koordinator beim ASV.
Der niederländische Olympiazweite von 1992 war mit 2,14 Metern der Turm im Dachauer Mittelblock und gewann mit dem ASV zwei Meistertitel und den DVV-Pokal.
Der 197fache Nationalspieler und Volleyballer des Jahres 1995 gewann mit dem ASV die Meistertitel 1995 und 1996 sowie den Pokal 1997 und stand 1996 im Finale der Champions League.
Der 39fache Nationalspieler gewann als Spieler zwei Meistertitel und den Pokal, stand 1996 im Champions-League-Finale und übernahm 2005 die erste Mannschaft als Trainer.
Der frühere Nationalzuspieler führte den ASV als Cheftrainer in zwei Jahren von der 3. Liga in die 1. Bundesliga.
Wall of Fame
Alle 182 Spieler der ersten Mannschaft seit 1985. Berücksichtigt ist jeder, der in der ersten Mannschaft des ASV Dachau gespielt hat, unabhängig von der Spielklasse. Namen suchen oder anklicken. Die Wall of Fame hängt auch im Foyer der Georg-Scherer-Halle.
Die neue Halle in Dachau ist in Planung, der Spatenstich ist für 2027 vorgesehen. Bis dahin schreiben wir die Geschichte in der Georg-Scherer-Halle weiter.